Kategorien-Archiv: Aktuelles

Bernd Eichinger, der Mann für alle Filme

von Armgard Seegers Los Angeles. Vor ihm gab es das praktisch gar nicht: Einen deutschen Filmproduzenten der Nachkriegsjahre, der erfolgreiche Filme machte, die auch noch gut waren. Es gab Horst Wendtland mit seinen Winnetou-Streifen, Franz Seitz mit den "Lümmel"-Filmen oder Franz Marischka mit seiner "Schlagerparade". Aber einen jungen, alerten, wagemutigen Produzenten, der Qualität wollte, ohne auf Kasse zu verzichten, den gab es in Deutschland erst wieder mit Bernd Eichinger. Das Wunderkind, den Wagemutigen, den Lebemann, den Produzenten in Turnschuhen, der Kunst mit Kommerz verband und der für alle ziemlich bald "Der Bernd" war. Bernie allenfalls. Denn an Bernd kam niemand vorbei. mehr...
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Über das Phänomen der Piraterie

Eine ganz normale Meldung vom heutigen Tag: Rom. Vor der Küste Nigerias ist ein unter italienischer Fahne fahrender Tanker von Piraten überfallen worden. Wie die italienische Küstenwache am Dienstag weiter mitteilte, raubten die Angreifer die Besatzung aus und nahmen dann drei philippinische Crewmitglieder als Geiseln mit an Land. Über das Schicksal der Entführten sei nichts bekannt, hieß es weiter. Drei Italiener, darunter der Kapitän, und 16 weitere Philippiner seien an Bord zurückgelassen worden. (RP-Online, 12. Januar 2010) Das Jahr 2010 sah nicht nur den Kachelmann Prozess, sondern auch noch einige weitere spektakuläre Gerichtsverfahren. (Hier die Liste der spektakulärsten Prozesse 2010). Am bemerkenswertesten aber: Zum ersten Mal seit Hunderten von Jahren gab es wieder Prozesse gegen Piraten. Einer fand im US Bundesstaat Virginia statt, der andere in Hamburg. Angeklagt waren somalische Seeräuber, die vor der Küste ihres Landes Containerfrachter kapern und ausrauben. Hierzulande war es der erste Piratenprozess seit dem ausgehenden Mittelalter. Zehn somalische Piraten hatten am 5. April 2010, Ostermontag, den deutschen Containerfrachter »MV Taipan« rund 500 Seemeilen vor der Küste ihres Heimatlandes angegriffen und geentert. Wenige Stunden später eilt die holländische Fregatte »Tromp« zu Hilfe, die einen Notruf aufgefangen hatte. Marinesoldaten befreien nach kurzem Schusswechsel das Schiff und nehmen die zehn Männer gefangen. Als Beweismittel sichern die Holländer fünf AK 47 (Kalaschnikow), zwei Raketenwerfer, große Mengen an Munition und zwei Enterleitern sowie Enterhaken. Reale Piraterie im Jahr 2010. Doch auch Hollywood liegt nicht schlecht im Trend: Der vierten Teil des Film »Fluch der Karibik« kommt im Juni 2011 in die deutschen Kinos. Johnny Depp darin als schusslig-schlauen Käpt´n Jack Sparrow. Und ein »echter Pirat«, der berüchtigte Edward Teach (1680 – 1718), genannt Blackbeard, der für Jack Sparrows Filmrivalen Pate stand. Die Piraterie lebt, in der Realität und im Kino, und ist heute, so scheint es, präsent wie schon lange nicht mehr. Grund genug, sich das Phänomen 'Piraterie' einmal näher anzuschauen, was ich zusammen mit zwei Kollegen getan habe. Daraus ist dann sogleich ein Buch entstanden: Das wahre Piraten Buch - The Buccaneers of America, mit den wahren Piratengeschichte des Alexandre Olivier Exquemelin, die er um 1670 in der Karibik erlebte, und mit kommentierenden Beiträgen von Caroline Fetscher, James Hamilton Paterson und mir. Wenn auch Sie mehr über das Phänomen Piraterie erfahren wollen, und was es heute noch bedeutet, ein klare Kaufempfehlung von mir, versteht sich!
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PediaPress: Das Anti-eBook

Jeder redet von eBooks: eBooks auf dem Kindle, eBooks auf dem iPad, eBooks auf dem iPhone. eBooks überall. Da mutet es romantisch an, wenn eine kaum bekannte Funktion der Wikipedia, der Buch-Generator, es ermöglicht, den genau umgekehrten Weg zu gehen: Aus bislang rein digital vorliegenden Daten werden anfassbare, schöne Bücher geschaffen, mit edlem Einband – „handgebunden“ – und in Farbdruck. Das ist das PediaPress-Buch. Durch eine Kooperation mit Wikipedia und eine clevere Internet-Bedienoberfläche schafft der Mainzer Hersteller PediaPress tatsächlich Erstaunliches: Der oftmals unüberblickbare Datenwust der Wikipedia wird greifbar gemacht durch handliche Bücher, die sich jedermann zu bestimmten Themengebieten selbst zusammenstellen kann. Jeder Wikipedia-Artikel, den man auswählt, fließt ins Buch als „Kapitel“ ein, Bilder werden (auf Wunsch farbig) übernommen, das Layout geschieht vollautomatisch – aber erstaunlich präzise und ansehnlich.
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Am 8. Dezember, vor 30 Jahren, wurde John Lennon vor dem ‘Dakota Building’ erschossen

Er tötete ihn, weil er ihn liebte, zu sehr liebte. Und dann hasste. Am 8. Dezember 1980, abends um halb elf, wartete ein Mann namens Marc David Chapman vor dem Dakota Building in New York auf sein großes Idol, den Songwriter und Visionär John Lennon. Nachdem dieser vor dem Gebäude aus seiner Limousine gestiegen war, feuerte Chapman aus einer Entfernung von rund 6 Metern. Fünf Schüsse. Zwei trafen die Lunge, einer das linke Schulterblatt und einer die Halsschlagader. Lennon taumelte noch die vier Stufen zur Rezeption hinauf und rief: „I’m shot, I’m shot!”, dann brach er zusammen. Eine halbe Stunde später starb er in Krankenhaus. Chapman, der Attentäter, verfolgt indessen die Berichte über den nun fast 30 Jahre zurückliegenden Mord – nach wie vor im Knast, in der Attica Correctional Facility in der Nähe von Buffalo (New York). Er möchte endlich entlassen werden, doch im Staat New York reicht gegebenenfalls ein einziger Protest gegen ein Entlassungsgesuch, um dieses ablehnen zu lassen obwohl die Strafe (Urteil: 20 Jahre) offiziell verbüßt ist. Im September 2010 wurde Chapmans sechstes Gesuch abgelehnt. Heute, 30 Jahre später, spricht Notarzt Stephan Lynn (63), der ihn im Roosevelt-Hospital als erster behandelte (zitiert nach Bild.de): „Ich hätte ihn nicht erkannt. Er war grau, eingefallen, kein Puls, kein Blutdruck.“ Lynn öffnet Lennons Brust, nimmt das blutleere Herz und massiert es mit seinen Händen. Zwei Ärzte, sechs Schwestern assistieren, pumpen Blut in Lennons Körper. Lynn: „Alles spritzte durch die Wunden wieder heraus, die Kugeln hatten die Hauptarterien zerstört.“ Um 23.07 Uhr ist Lennon tot. Lynn muss Yoko Ono die schreckliche Nachricht überbringen: „Sie stieß ihren Kopf gegen die Wand, brüllte: ‚Das ist nicht wahr! Er lebt!‘“ (Ende Zitat Bild)
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Elf Jahre einvernehmlicher Sex, und dann Vergewaltigung | Das geht nur mit dem Soziopathen von nebenan

Das Buch 'Der Soziopath von nebenan' von Martha Stout ist zur Zeit bei amazon und den meisten anderen Online-Buchhändlern ausverkauft. Die prominenteste Unbekannte des Landes, das mutmaßliche Kachelmann-Opfer Simone W./Sabine W. (so die von vielen Medien benutzten Tarnnamen) hielt sich dieses Buch neulich bei der Autofahrt ins Gericht schützend vor das Gesicht, um nicht fotografiert zu werden. Aufgeklappt und bestens sichtbar. In Ermangelung anderer Fakten thematisierten sofort alle Medien das Buch. Der beste PR-Effekt, der dem Wiener Springer Verlag hatte passieren können. Die Zukunft sieht nun so aus: Presseabteilungen von Buchverlagen bestücken aufmerksamkeitsträchtige Angeklagte regelmäßig mit ihren neuesten Publikationen, zur medienwirksamen Beschirmung. Ja, vielleicht werden sogar Buchtitel speziell für diesen Zweck auf den Markt gebracht: 'Die Fahrt ins Gericht' wäre ein schöner Titel. – Doch Spaß beiseite. [...]
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Das Paradies ist eine Insel. Die Hölle auch | Ein gar nicht aktueller Beitrag zur Frankfurter Buchmesse

5. Oktober, abends: Die Frankfurter Buchmesse wird wieder einmal mit großem Tamtam eröffnet. Sie wird auch dieses Jahr vor allem demonstrieren: Das Buch ist nicht tot, das Buch ist mächtig, das Buch ist ein unauslöschliches Stück Kultur. Das stimmt alles, ein wenig verschwiegen wird dabei aber, dass ein Großteil der Neuerscheinungen billige Fast-Food-Produktionen sind, schlechtes Papier, Pappeinband, lieblose Aufmachung – denn die Verlage kalkulieren knapp. Und die Entwicklung geht natürlich Richtung eBook, denn dort hat man irgendwann, wenn die Systeme und die Software richtig eingependelt sind, Herstellungskosten von Null. Als Kontrapunkt darum nun die Vorstellung eines 'echten' Buches, das kein virtueller Schnickschnack ist, sondern zuerst einmal ein haptisches Vergnügen bereitet, wenn man es anfasst: Der 2009 im mare-Verlag erschienene 'Altlas der abgelegenen Inseln' von Judith Schalansky. Dazu, weiter unten, ein Interview mit der Autorin. Wiewohl, es ist kein Atlas für den Geographieunterricht, den Judith Schalansky hier vorgelegt hat, sondern ein Atlas zur Erkundung der Träume, der Phantasie und der verborgenen Schatzkarten des eigenen Geistes. 50 Inseln nimmt sie sich vor, verstreut über die ewige Meeresfläche des Globus, eine ganz subjektive Auswahl der Skurrilitäten, Kalamitäten, Brutalitäten und sonstiger (Süd-) See-Episoden. Allen gemeinsam ist, wie schon der Untertitel des Buches ankündigt: „Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und auch niemals sein werde.“ Und, wie Judith Schalansky später im Interview bekennt: Auch niemals sein will.
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Er sagte: „Sex ist eine Naturkraft“ | Bye Bye Oswalt Kolle!

Wenn man heute junge Leute fragt, wer Oswalt Kolle war, können die meisten mit diesem Namen nichts anfangen. Aufgeklärt wird heute durch die neueste iPod-App, durch Internet-Seiten, sexistische Rapper-Texte und den Schulhof … Diejenigen, die sich noch an Kolle erinnern, assoziieren mit ihm etwas altbackene, manchmal moralinsaure schwarz-weiß Aufklärungsfilme, in denen ein seriöser Sprecher aus dem Off den Sex und die Liebe erklärt. Heute mag das so scheinen, für diejenigen, die sich noch nie richtig mit dem Thema beschäftigt haben. In Wirklichkeit war es ganz anders. [...]
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Achtung, ich spreche jetzt ein fürchterliches Wort aus: Gen

Die ganze Aufregung um Thilo Sarrazins Buch habe ich aus der Distanz verfolgt (wegen Urlaubs), aber so einige Diskussionsfetzen sind doch zu mir durchgedrungen. Zum Beispiel habe ich das Gefühl, dass man das Wort ‘Gen’ in Deutschland nur mit äusserster Vorsicht gebrauchen darf, insbesondere im Zusammenhang mit Eigenschaften bestimmter Volksstämme oder Gruppen. Mir kommt das vor, als würde man mit der Leugnung von Genen hinter das wissenschaftliche Zeitalter zurückfallen. Jedoch: Natürlich haben bestimmte Teilpopulationen der Menschheit ‘gemeinsame Gene’. Und jeder, der Sarrazin aus dieser Aussage einen Strick drehen will, outet sich als Empörungskasperl. Z.B. dass die Schwarzen schwarz sind und die Chinesen mandelförmige Augen haben, liegt nicht an Erziehung, Umwelteinflüssen, Schönheitsoperationen oder Sonneneinstrahlung, sondern wird durch Gene vererbt. Das betrifft sowohl körperliche als auch psychische Eigenschaften der Menschen. Wir sind nicht ‘alle gleich’ – um das festzustellen, brauchen wir nur in den Spiegel zu schauen. [...]
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11. Juli 2010 • Totale Sonnenfinsternis, allerdings am anderen Ende der Welt

Glückwunsch, wenn Sie sich gerade auf der Osterinsel aufhalten - oder auch in Chile oder Patagonien. Dort ist nämlich heute, am 11. Juli 2010 eine totale Sonnenfinsternis zu sehen. Der Kernschatten berührt erstmals um 18.15 Uhr UT (20.15 Uhr MESZ, 8.15 Uhr Morgens lokale Zeit) rund 1000 Kilometer südlich der Insel Niue die Meeresoberfläche, rast dann nach Osten, über einige weitere Inseln hinweg, am bekanntesten davon sind die Cook-Inseln. Rarotonga, die Hauptinsel des Cook-Atolls, wird aber vom Kernschatten um knappe 15 Kilometer verehlt. Danach streift der Schatten über das Toamotu-Atoll und zieht dann knapp 2.000 Kilometer ohne jeden Landkontakt über den Pazifik hinweg. Details auf (www.astrocorner.de): Um 19:33:33,6 Uhr UT erreicht die Sonnenfinsternis ihren Höhepunkt. An dem Ort bei den Koordinaten 19° 45,7' s.B. und 121° 52,9' w.L. werden nur Beobachter an Bord von Kreuzfahrtschiffen die etwa 47 Grad hoch stehende total verfinsterte Sonne beobachten können. Die Totalität wird hier 5 Minuten und 20,2 Sekunden lang andauern.
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Die Top-Werbewörter 09/10 und die domains, die sich daraus machen lassen

Seit gestern populär, weil veröffentlicht im SZ-Magazin: Die Liste der meistgebrauchten Wörter in deutschen Werbesprüchen. Hier die Top 15 (Quelle: www.slogans.de): 1. Wir 2. Leben 3. Mehr 4. Einfach 5. Sie 6. Your 7. Hier 8. Ich 9. Natürlich 10. Gut 11. Neue 12. Immer 13. You 14. Erleben 15. Macht Daraus lassen sich interessante domains kombinieren. Mal sehen, wohin sie führen ... Nur aus den Top 10 kombiniert:
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Alle Fakten zum Elfmeterschießen

Geir Jordet, Professor für Sportwissenschaften in Oslo, weiß mehr über Elfmeterschießen, als sonst ein Mensch auf der Welt, jedenfalls theoretisch. Der Wissenschaftler und Fußballfan untersuchte 41 Elfmeterschießen aus den Jahren 1976 bis 2004 und publizierte seine Arbeit im Journal of Sports Sciences. Hier einige seiner bemerkenswerten Erkenntnisse: Der erste Elfmeter wird zu 87 Prozent von jedem Team verwandelt. Bis zum vierten sinkt die Trefferquote auf 73 Prozent. Nervensache: Wenn ein Fehlschuss die Niederlage bedeutet, liegt die Trefferquote bei 52 Prozent, wenn der Schütze den Siegtreffer erzielen kann, bei 94 Prozent. -- Aber Jordet weiß noch mehr: In 50 Prozent der Fälle werfen sich die Torhüter nach rechts (Abwehrquote: 21,4 Prozent), in 49 Prozent nach links (19,4 Prozent), ein Prozent bleibt stehen. Wird der Ball höher geschossen als 1,22 Meter, trifft der Schütze zu 89,7 Prozent, unter 1,22 Meter nur zu 71,9 Prozent. -- Strategie Der Schütze trifft nur in 71,5 Prozent der Fälle, wenn er sich vor dem Schuss für eine Ecke entscheidet. Wenn er wartet, bis sich der Torwart für eine Ecke entscheidet, trifft er zu 94,3 Prozent. Die Gesamt-Trefferwahrscheinlichkeit liegt bei 75 Prozent. -- Ein zwei Meter großer Torwart mit zwei Metern Armspannweite kann im Stand 22 Prozent der Torfläche (7,32 mal 2,44 m) abdecken. Wenn der Torhüter sich knapp vor dem Schuss für eine Ecke entscheidet, wehrt er 29,6 Prozent ab, fliegt er früh, nur 15,5 Prozent.
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‘Neu Denken, Neu Leben’ – abseits hilfloser Politik

Inzwischen erscheint es wie ein Wunder, wenn die Politik irgendeine Entscheidung zu Stande bringt, (wie nun der gemeinsame Beschluss der Parteien zur Grundgesetzänderung wegen der Rechtsproblematik der Arbeitsvermittlungs-Agenturen). In Wirklichkeit erleben wir eine Zeit der Stagnation und Untätigkeit wie selten, und das betrifft alle Bereiche der Politik. Ob es darum geht, die tierquälerische Käfighaltung von Zuchtkaninchen abzuschaffen, oder einen Fall, bei dem Politiker schon vor einem Jahr einem Mädchen, deren Mutter „Hartz IV" bezieht, persönlich und live im Fernsehen versprochen haben, dass sie künftig die Einkünfte aus ihrem Ferienjob behalten darf, statt sie postwendend bei der 'Arge' wieder abzugeben. Ob es die Milchbauern betrifft oder das marode Bildungssystem - an allen Fronten ist es das gleiche: die Politik lässt 'prüfen', 'Vorlagen erarbeiten', 'setzt eine Kommission ein', 'beruft einen Gutachterausschuss', bittet zum 'runden Tisch' - aber am Ende tut sie nichts, nichts und gar nichts.
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RDTN.org | Radioaktivitäts-Karte Japan

Klicken Sie auf die Karte und Sie erhalten die aktuellen Messwerte. | Data Sources While we hope to gather data via our own website, we recognize the efforts of others out there who are actively seeking and parsing data and making it available for others to use. We are aware that reliable data is critical, and have carefully chosen partners in supplying information. Our map is populated with data from Pachube and Marian Steinbach. As more reliable data sources become available, we will consider adding further sources to the site. [...] Strahlungsmessung als Gemeinschaftsprojekt: Der Internetdienst RDTN verbindet die offiziellen Daten der japanischen Regierung mit selbstgemessenen Werten – und zeigt sie auf einer Karte an. Sicher, es gibt die Homepage des japanischen Technologie-Ministeriums. Dort veröffentlicht die japanische Regierung in regelmäßigen Abständen aktuelle Informationen über die Strahlungsbelastung im Land. Doch nun will ein Internetprojekt die Informationslage rund um die Katastrophe in der Atomanlage Fukushima weiter ausbauen: Die Plattform RDTN.ORG trägt die Strahlenreporte verschiedener Quellen zusammen und visualisiert sie auf einer digitalen Karte im Netz. [Zitiert nach Focus]
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Missbrauchs-Vorwürfe: Papst-Bruder gerät ins Visier

Am Mittwoch den 10. März, um die Mittagszeit, machten sich zwei Stern-Reporter von München aus auf den rund 140 Kilometer weiten Weg ins idyllisch-verschneite Dietfurt im Altmühltal, ziemlich genau da, wo die Altmühl in den Main-Donau-Kanal mündet, und führten ein langes Gespräch mit einem ehemaligen Schüler der Regensburger Domspatzen, der von 1968 bis 1971 in dem Internat der weltbekannten Knabensänger lebte. Seine Vorwürfe gegen den Papst-Bruder sind drastisch: Im Kern lauten sie: Ratzinger habe sich zwar selbst nicht sexuell an den Kindern vergriffen, die sexuellen Übergriffe des kirchlichen Erziehungspersonals auf die Schüler seien ihm aber sehr wohl bekannt gewesen. Die Reaktion damals, wie immer: vertuschen. Bisher sagte der frühere Leiter der Regensburger Domspatzen - etwa bei einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk am 5. März - er habe keine Kenntnis über Missbrauchsfälle gehabt, auch nicht gerüchteweise. Ratzinger leitete die Domspatzen von 1964 bis 1994.
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Das sich selbst reproduzierende Web

Woche des Internets: Das Babyface von facebook, Mark Zuckerberg (26 & Big Boss) verpasste seinem milliardenschweren Baby ein neues Outfit, und Tageszeitungen landauf, landab berichten andächtig darüber, hier ein Beispiel aus der abendzeitung. Einen Tag später: Die Tagesschau höchstselbst schenkt google Sendeplatz zur besten Zeit für eine Produktpräsentation: der Dienst buzz wird lang und breit vorgestellt. -- Es ist irgendwie symptomatisch für die Haltung der 'etablierten' Medien den neuen, hippen und schnellen gegenüber: Einerseits starrt man andächtig darauf und bläst jedes Husten zu einer Medien-Sensation auf (ich erinnere an die Twitter-Hörigkeit vieler Journalisten zu Beginn des Dienstes). Andererseits aber ist man sauertöpfisch-skeptisch und schaut als 'seriöser' Journalist naserümpfend auf das Millionenheer der schlampigen Blogger herunter. Auf jeden Fall ist die Verunsicherung groß. Kein Wunder. Quo Vadis Medienlandschaft? Niemand weiß es. [...]
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