Kategorien-Archiv: z) Text-Archiv

Frühere Veröffentlichungen

Unten eine winzige, nicht repräsentative Auswahl von Texten, die in einem Printmedium veröffentlicht wurden. Die Angaben dazu finden Sie i.d.R. am Ende des Textes. Vieles aus der vor-digitalen Zeit liegt nur in Papierform vor und sollte vielleicht mal eingescannt werden. Aber wann …?? Ein ausführlicheres PDF-Archiv vielleicht demnächst auf Scribd, wo bisher nur einige uralte [...]
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Boulevard of Broken Surfboards

Wer etwas auf sich hält, am Kuta Beach, surft "doppelt". Vormittags in den Wellen des Indischen Ozean, nachmittags im Internet. Weil auch viele Anfänger ihr Glück im Surf vor Balis bekanntester Küste suchen und die Wellen oft tückisch sind, ist wohl nirgendwo auf der Welt die Surfboard-Crash-Quote ähnlich hoch wie hier. Peter kam aus England und ich traf ihn in Ubud, Balis künstlerischen Zentrum und kultureller Mitte. Manchmal, wenn es mir im hektischen Legian, wo ich wohne, zu bunt wird, setze ich mich ins leisere Ubud ab und quartiere mich in einem kleinen Losmen, das ich seit Jahren kenne, ein. In Ubud also, wo das Sambal besser schmeckt, die Nächte stiller sind, das Lachen der Menschen ehrlicher ist, verabredete ich mich mit Peter, einem nicht gerade mit Arbeit überlasteten englischen Motorrad-Restaurator aus Oxford, zum gemeinsamen Surf am Kuta Beach. Peter hatte früher einmal in Kalifornien gelebt, daher war ihm das Wellenreiten nicht gänzlich fremd - immerhin hatte er schon ein paarmal auf einem Brett gestanden. Bali jetzt, das sei doch die perfekte Gelegenheit, es wieder einmal zu versuchen... Wochen später schrieb er mir eine E-Mail aus dem Norden Balis: Sein Bali-Trip neige sich dem Ende zu, zum Abschluss wolle er noch eine Woche zum Faulenzen am Kuta Beach dranhängen, und zum Surfen natürlich. | Mehr...
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Die Sklaventransporter | Der Transatlantische Dreieckshandel

Bis weit ins 19. Jahrhundert verschifften europäische Sklavenhändler viele Millionen Schwarze in die Karibik. Dahinter stand Europas Gier nach Zucker Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verzeichnete eine Londoner Firma, die medizinische Gerätschaften vertrieb, eine ungewöhnlich gesteigerte Nachfrage nach einem Instrument mit Namen "speculum oris" (Mundspiegel). Der metallene Spreizer diente Ärzten dazu, bei einem Kinnladenkrampf den Mund des Patienten gewaltsam zu öffnen - eine Brachialtherapie, die nur selten angewendet wurde. Als der Chef des seriösen Londones Handelshauses der Sache auf den Grund ging, stieß er auf einen schmuddeligen Liverpooler Laden, in dessen Schaufenster neben Daumenschrauben, Hand- und Fußfesseln auch der Kinnspreizer lag - sämtlich Ausrüstungsgegenstände für Sklavenschiffe: Gefangenen Schwarzen, die lieber Hungers sterben wollten, als geknechtet und deportiert zu werden, wurde mit dem "spekulum oris" brutal der Mund aufgehebelt, um ihnen Nahrung einzuflößen. Zu dieser Zeit hatte sich der Handel mit verschleppten afrikanischen Arbeitskräften längst zu einer regelrechten Industrie entwickelt - dementsprechend großen Bedarf an Folter- und Knebelwerkzeugen hatten die Schergen der Sklavenhändler. [...]
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The Swiss Army Knife

When I came to Samoa the first time, I was a quite stupid guy and did not know a lot of things. For example I did not know, that a bunch of Samoan Girls would like to marry me, that Corned Beef is the main food item, that all shops are most of the time [...]
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Online mit den Göttern

| Der Artikel wurde überarbeitet. Veränderungen und Kommentierungen sind kursiv gesetzt. | Auf Bali, dem indonesischen Urlaubs-Paradies im Indischen Ozean, schießen die Internet-Shops wie Pilze aus dem Boden. Denn auch auf der Insel der Tausend Götter und zehntausend Tempel wollen immer mehr Menschen online gehen - manchmal sogar mitten im Reisfeld... Wayan hat´s eilig, denn er ist verliebt. Der 24 jährige Balinese muss schnell ins Internet-Cafe radeln, um seiner Deutschen Freundin Britta in Dortmund eine E-Mail zu schreiben. Es ist 19 Uhr, Wayan hat Dienstschluss in dem Reisebüro, in dem er arbeitet. In Deutschland ist es jetzt 12 Uhr mittags. Britta sitzt grade an der Uni vor dem PC - das müsste passen. Auf Bali, dem indonesischen Urlaubsparadies, war es noch vor ein paar Jahren ein schwieriges Unterfangen, ein internationales Ferngespräch zu führen. Heute sprießen die Internet-Shops wie junge Bananenstauden aus dem Boden und mit einem Mausklick klinkt man sich ins weltumspannende Datennetz. | Mehr...
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Kratz mir den Rücken, Cyborg-Maid!

Die Entwicklung von intelligenten Robotern steht kurz bevor. Und wir werden sie nicht nur zum Rückenkratzen abstellen. Das wäre doch viel zu schade… Zu Beginn des Jahres fragte das Meinungsforschungsinstitut dimap die Deutschen, was sie sich vom neuen Jahrhundert erwarten. Eine Frage hieß: „Glauben Sie, dass der Computer künftig die Welt beherrschen wird?” Von den [...]
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Eisprung gibt Gogo-Girls den Kick

Ob die Männer nun den Eisprung "riechen" können, oder ob die Frauen einfach wegen ihres sexuell offensiveren Verhaltens an diesen Tagen mehr Geld bekommen, ist nicht ganz klar. Für letzteres sprechen andere Erkenntnisse der Sexualwissenschaft: Man weiß, dass Frauen um den Eisprung herum eine stärkere Tendenz haben, fremdzugehen, dass häufiger sexuelle Phantasien dominieren und dass sie sich insgesamt sexuell aktiver verhalten. Frauen tun das natürlich unbewußt, aber im evolutionsbiologsichen Sinne ist es sinnvoll: denn jetzt ist die Möglichkeit zu einer Befruchtung am größten. Das dürfte auch den Go-Go-Girls den Zusatz-Kick geben, sich stärker ins Zeug zu legen. Die Männer honorieren es postwendend mit mehr Scheinen.
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Fliegen ohne Flugzeug: FusionMan Yves Rossy überquert als Vogelmensch den Ärmelkanal

(armin fischer/t&t) Der 26. September 2008 könnte ein historisches Datum werden: Zum ersten Mal gelang es einem düsengetriebenen Menschen, fliegend den Ärmelkanal zu überqueren. Nichts Besonderes? Naja, Yves Rossy sitzt nicht in einem Düsenjet, sondern der Schweizer Erfinder und Pilot ist tatsächlich ein Mensch mit Düsentriebwerken und Flügeln, sonst nichts. Die Steuerung, die Trimmung, die Kurvenlage -- alles, was sonst für ein Fluggerät noch wichtig ist, erledigt er mit seinem Körper, wie ein Vogel: Leicht den Kopf heben -- es geht nach oben, Kopf nach unten -- Sturzflug. Eine Bewegung mit dem Arm -- Kurve, sanft oder radikal. -- Berufspilot Rossy "startete", indem er 2500 Meter über der französischen Hafenstadt Calais aus einem Flugzeug hechtete, seine Flügel ausklappte, die Kerosin-Düsen anwarf und Gas gab. Wie "Ironman" im aktuellen Hollywood-Streifen düste er über den Ärmelkanal und drehte nach 12 Minuten über dem englischen Dover, wo er von vielen Journalisten erwartet wurde, eine Ehrenrunde. Dann schaltete er die Düsen ab, zog die Fallschirm-Leine und schwebte mitsamt Flügelmontur zu Boden.
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Nie geschriebene Email an Bill Gates

Als ich meine Email an Bill Gates schrieb, lag ich völlig apathisch in einem Fale an der Südküste Upolus, Samoas Hauptinsel. Ein Fale ist eine halboffene Hütte auf Stelzen aus Holzstämmen, mit Pandanusmatten auf dem Bretterboden, einem Moskitonetz, das über der Matratze hängt und einer Menge eingeschlepptem Sand auf dem Boden. Die dem Meer zugewandte [...]
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The Instrument

Wie muss ein Handy beschaffen sein, um sämtliche anderen Hi-End-Mobiltelefone des Planeten wie lächerliche Spielzeuge wirken zu lassen? Es muss schwarz und metallisch schimmern, muss schwer und solide in der Hand liegen wie ein gutes Werkzeug und muss—in der Platin-Ausführung—läppische 24.000 Euro kosten. Sein Name: Vertu. !http://www.textundtext.de/bilder/tt_vertu_front.jpg()! Mit diesem Gerät hat die englische Tochterfirma von [...]
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Bambussplitter für das Qi

Die Akupunktur ist eine uralte traditionelle medizinische Therapie, die nach neuesten Erkenntnissen der Archäologie wohl bereits vor 5000 bis 6000 Jahren verwendet wurde. Zum Einsatz kamen damals freilich statt der modernen Stahlnadeln Bambussplitter, Fischgräten oder Steinnadeln. Die erste schriftliche Erwähnung der Akupunktur stammt aus dem China des 2. Jahrhunderts vor Christus.—Mit jahrtausendelanger Erfahrung ist die [...]
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Schau mir in die Linsen, Kleines!

Beim Thema Sonnenbrillen denkt man an Strand, Meer oder coole Nachmittage im Straßencafé. Jedoch ist beim Wintersport, wie beim Skilaufen oder Langlauf, aber auch beim Spazierengehen oder Wandern in verschneiten Regionen, ein zuverlässiger Sonnenschutz für die Augen mindestens ebenso unverzichtbar. Unterschätzt man die Gefahr, kann es zu einer extrem schmerzenden, akuten Photokeratitis („Schneeblindheit”) kommen, und [...]
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