BACKLIST
Frühere Veröffentlichungen
Unten eine winzige, nicht repräsentative Auswahl von Texten, die in einem Printmedium veröffentlicht wurden. Die Angaben dazu finden Sie i.d.R. am Ende des Textes. Vieles aus der vor-digitalen Zeit liegt nur in Papierform vor und sollte vielleicht mal eingescannt werden. Aber wann ...??
Ein ausführlicheres PDF-Archiv vielleicht demnächst auf
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wo bisher nur einige uralte BILD-Artikel zu bewundern sind.
TRANSATLANTISCHER SKLAVENHANDEL - 'Mare'
Die Sklaventransporter
Bis weit ins 19. Jahrhundert verschifften europäische Sklavenhändler viele Millionen Schwarze in die Karibik. Dahinter stand Europas Gier nach Zucker
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verzeichnete eine Londoner Firma, die medizinische Gerätschaften vertrieb, eine ungewöhnlich gesteigerte Nachfrage nach einem Instrument mit Namen "speculum oris" (Mundspiegel). Der metallene Spreizer diente Ärzten dazu, bei einem Kinnladenkrampf den Mund des Patienten gewaltsam zu öffnen - eine Brachialtherapie, die nur selten angewendet wurde. Als der Chef des seriösen Londones Handelshauses der Sache auf den Grund ging, stieß er auf einen schmuddeligen Liverpooler Laden, in dessen Schaufenster neben Daumenschrauben, Hand- und Fußfesseln auch der Kinnspreizer lag - sämtlich Ausrüstungsgegenstände für Sklavenschiffe: Gefangenen Schwarzen, die lieber Hungers sterben wollten, als geknechtet und deportiert zu werden, wurde mit dem "spekulum oris" brutal der Mund aufgehebelt, um ihnen Nahrung einzuflößen. mehr »
A SAMOAN EXPERIENCE - In der Samoanischen Zeitung 'newsline'
The Swiss Army Knife
When I came to Samoa the first time, I was a quite stupid guy and did not know a lot of things. For example I did not know, that a bunch of Samoan Girls would like to marry me, that Corned Beef is the main food item, that all shops are most of the time closed and - that's the point of this story: that it is completely impossible, to buy a Swiss Army Knife in the whole Samoans.
What happened before
Well, not long before this time I owned a nice, handy Swiss Knife. It was quite fat, with countless useful tools under its red cover. Like a little scissors, a file, can-opener and even a saw. That knife was not more than a cheap copy although, which I bought a long time ago in a big store in Germany for just 10 Deutschmark (something about 15 Tala), while the real once go up to the tenth of that amount. Although not an original, it served me well for many years, and in Bali, where I use to live the biggest part of the year, I cut hundreds of Bamboo-piles with the saw, building furniture. Yes, it was a good knife, and I loved it truly... mehr »
INTERNET AUF BALI - 'Süddeutsche Zeitung'
Online mit den Göttern
Der Artikel wurde überarbeitet. Veränderungen und Kommentierungen sind kursiv gesetzt.
Auf Bali, dem indonesischen Urlaubs-Paradies im Indischen Ozean, schießen die Internet-Shops wie Pilze aus dem Boden. Denn auch auf der Insel der Tausend Götter und zehntausend Tempel wollen immer mehr Menschen online gehen - manchmal sogar mitten im Reisfeld...
Wayan hat´s eilig, denn er ist verliebt. Der 24 jährige Balinese muss schnell ins Internet-Cafe radeln, um seiner Deutschen Freundin Britta in Dortmund eine E-Mail zu schreiben. Es ist 19 Uhr, Wayan hat Dienstschluss in dem Reisebüro, in dem er arbeitet. In Deutschland ist es jetzt 12 Uhr mittags. Britta sitzt grade an der Uni vor dem PC - das müsste passen.
Auf Bali, dem indonesischen Urlaubsparadies, war es noch vor ein paar Jahren ein schwieriges Unterfangen, ein internationales Ferngespräch zu führen. Heute sprießen die Internet-Shops wie junge Bananenstauden aus dem Boden und mit einem Mausklick klinkt man sich ins weltumspannende Datennetz. mehr »
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ - 'T3 - Tomorrows Technology Today'
Kratz mir den Rücken, Cyborg-Maid!
Die Entwicklung von intelligenten Robotern steht kurz bevor. Und wir werden sie nicht nur zum Rückenkratzen abstellen. Das wäre doch viel zu schade...
Zu Beginn des Jahres fragte das Meinungsforschungsinstitut dimap die Deutschen, was sie sich vom neuen Jahrhundert erwarten. Eine Frage hieß: „Glauben Sie, dass der Computer künftig die Welt beherrschen wird?" Von den 1100 Befragten antworteten 74 Prozent mit Ja, nur 24 Prozent sagten Nein. Damit liegen sie richtig: Das neue Jahrtausend gehört den Maschinen, Zwitterwesen zwischen Mensch und Roboter -- Cyborgs. mehr »
FORSCHUNG
Eisprung gibt Gogo-Girls den Kick
(armin fischer /t&t)
Eine erstaunliche Entdeckung machten Forscher der Universität von New Mexico in Albuquerque (USA): Bei Striptease-Tänzerinnen gibt es eine einfache Methode, deren Eisprung zu bestimmen: die Menge des Ihnen zugesteckten Geldes. An diesem kritischen Tag und kurz davor und danach sammeln die Ladies deutlich mehr Geld ein als üblicherweise. mehr »
ABENTEUER
Fliegen ohne Flugzeug: FusionMan Yves Rossy überquert als Vogelmensch den Ärmelkanal
(armin fischer /t&t) Der 26. September 2008 könnte ein historisches Datum werden: Zum ersten Mal gelang es einem düsengetriebenen Menschen, fliegend den Ärmelkanal zu überqueren. Nichts Besonderes? Naja, Yves Rossy sitzt nicht in einem Düsenjet, sondern der Schweizer Erfinder und Pilot ist tatsächlich ein Mensch mit Düsentriebwerken und Flügeln, sonst nichts. Die Steuerung, die Trimmung, die Kurvenlage -- alles, was sonst für ein Fluggerät noch wichtig ist, erledigt er mit seinem Körper, wie ein Vogel: Leicht den Kopf heben -- es geht nach oben, Kopf nach unten -- Sturzflug. Eine Bewegung mit dem Arm -- Kurve, sanft oder radikal. mehr »
WELLENREITEN
Boulevard of Broken Surfboards
Wer etwas auf sich hält, am Kuta Beach, surft "doppelt". Vormittags in den Wellen des Indischen Ozean, nachmittags im Internet. Weil auch viele Anfänger ihr Glück im Surf vor Balis bekanntester Küste suchen und die Wellen oft tückisch sind, ist wohl nirgendwo auf der Welt die Surfboard-Crash-Quote ähnlich hoch wie hier.
Peter kam aus England und ich traf ihn in Ubud, Balis künstlerischen Zentrum und kultureller Mitte. Manchmal, wenn es mir im hektischen Legian, wo ich wohne, zu bunt wird, setze ich mich ins leisere Ubud ab und quartiere mich in einem kleinen Losmen, das ich seit Jahren kenne, ein. In Ubud also, wo das Sambal besser schmeckt, die Nächte stiller sind, das Lachen der Menschen ehrlicher ist, verabredete ich mich mit Peter, einem nicht gerade mit Arbeit überlasteten englischen Motorrad-Restaurator aus Oxford, zum gemeinsamen Surf am Kuta Beach. Peter hatte früher einmal in Kalifornien gelebt, daher war ihm das Wellenreiten nicht gänzlich fremd - immerhin hatte er schon ein paarmal auf einem Brett gestanden. Bali jetzt, das sei doch die perfekte Gelegenheit, es wieder einmal zu versuchen... mehr »
SAMOA, Upolu
Nie geschriebene Email an Bill Gates
Als ich meine Email an Bill Gates schrieb, lag ich völlig apathisch in einem Fale an der Südküste Upolus, Samoas Hauptinsel. Ein Fale ist eine halboffene Hütte auf Stelzen aus Holzstämmen, mit Pandanusmatten auf dem Bretterboden, einem Moskitonetz, das über der Matratze hängt und einer Menge eingeschlepptem Sand auf dem Boden. Die dem Meer zugewandte Seite war offen und ein türkisfarbenes Leuchten lockte in die Lagune. Draußen, am Riff, stoppten die Brecher, und gelegentlich rollten sie in schönen surfbaren Wellen ab.
Aber daran war nicht zu denken. An gar nichts war zu denken. Ich lag nur auf dem Rücken und delirierte vor mich hin. Und natürlich schrieb ich die Email an Gates nicht wirklich. Denn erstens konnte ich keinen Finger rühren, und zweitens gab es im Umkreis von 50 Kilometern keinen Internet-Anschluss. mehr »
VERTU - 'Mobile Zeit'
The Instrument
Wie muss ein Handy beschaffen sein, um sämtliche anderen Hi-End-Mobiltelefone des Planeten wie lächerliche Spielzeuge wirken zu lassen? Es muss schwarz und metallisch schimmern, muss schwer und solide in der Hand liegen wie ein gutes Werkzeug und muss -- in der Platin-Ausführung -- läppische 24.000 Euro kosten. Sein Name: Vertu.
Mit diesem Gerät hat die englische Tochterfirma von Nokia das Handy zwar nicht neu erfunden, aber doch auf eine neue Ebene gehoben. Hier sagt man auch nicht „Handy", sondern „Kommunikationsinstrument". Es ist, als ob es auf der Straße nur Opel, Ford und Skoda gäbe; und mit einem mal, aus dem Nichts, taucht ein Bentley auf - oder ein Maybach, wenn Sie wollen.
Handwerkskunst und HiTech
Die Fakten: In der Platin-Version, wie der Prototyp, den wir uns ansehen konnten, bringt das Mobiltelefon satte 215 Gramm auf die Waage. Dabei ist das Vertu nicht gross, auf den ersten Blick überrascht sogar die Kompaktheit: mit 4,2 Zentimetern Breite ist es sogar etwas schlanker als die meisten konventionellen Handys, dafür mit 12 Zentimetern etwas länger. Das relativ hohe Gewicht ergibt sich also einzig aus der soliden Bauweise und den edlen Materialien. Die mit 6000 Euro „günstigste" Edelstahl-Variante wiegt 173 Gramm.
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