Monatliches Archiv: November 2009

Alles, was ein Mann tun muss

(armin fischer/t&t) PR in eigener Sache: Ab sofort ist mein neues Buch ‘Alles, was ein Mann tun muss. Handbuch für den kultivierten Macho’ bei amazon gelistet und lieferbar. Es enthält 52 Episoden, Stories und Hinweise, die aus dem Mann einen Kerl machen. Von Adrenalin über Liebe, Sex und Romantik bis hin zu den wichtigen Stilfragen [...]
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Alles, was ein Mann tun muss, Kapitel 36 • Romantik pur

Was ist eigentlich der romantischste Ort Europas? Sicher gibt es darauf keine allgemein gültige Antwort. Vielleicht ist es die Buche am Waldrand, in die Sie Ihr erstes Herz schnitzten, vielleicht ist es die kleine Gasse in der Wiener Altstadt, in der Sie Ihre Liebste zum ersten Mal küssten, vielleicht aber auch der Fußballplatz, auf dem Sie als umjubelter Torschützenkönig Triumphe feierten. Geht man aber nach dem Klischee, so gibt es durchaus einen eindeutigen Romantik-Oberschnulzenort. Er liegt, wie sollte es anders sein, in Italien. Vielleicht kommen Sie bei diesem Liedanfang auf die richtige Spur: »Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt, und vom Himmel die bleiche Sichel des Mondes blinkt, zieh´n die Fischer mit ihren Booten aufs Meer hinaus, und sie legen in weitem Bogen die Netze aus ...«
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Alles, was ein Mann tun muss, Kapitel 5 • Sonnenfinsternis – Der jüngste Tag, revisable

Der jüngste Tag, revisable Ich weiß nicht, was Sie am 11. August 1999 gemacht haben. Ich war am Strand einer Insel im Indischen Ozean und habe mich zum ersten Mal geärgert, dass ich nicht in Europa bin. An diesem Tag war nämlich über Süddeutschland und meiner Heimatstadt München eine totale Sonnen­finsternis zu sehen. Ein Ereignis, das nicht sehr häufig vorkommt: nur etwa alle 375 Jahre wird ein und derselbe Ort auf der Erdoberfläche im Durchschnitt Schauplatz dieses kosmischen Spektakels. Wenn ich nun – zurück in München – an meinem Schreibtisch sitzen bleibe und warte, dauerte es bis zum Jahr 2135, um wieder eine totale Sonnenfinsternis zu Gesicht zu bekommen. Wenn ich ein paar Hundert Kilometer nach Süden fahre, zu unseren Nachbarn nach Österreich, ist es immerhin schon am 3. September 2081 so weit. Wir sind also, gemessen an der theoretischen Wahrscheinlichkeit, vom Glück begünstigt. Hier kaufen Zur Buch-Website hier Dennoch keine berauschenden Aussichten, oder? Falls Sie zu den Glücklichen gehören, die die Sonnenfinsternis am 11. August 1999 sehen konnten, schlage ich vor, dass Sie dieses Kapitel einfach über­blättern. Falls Sie wie ich »verhindert« waren: Wir müssen nicht aufgeben. Sonnenfinsternisse kommen zwar selten am gleichen Ort zweimal vor, aber bezogen auf die gesamte Erdoberfläche, häufiger, als man denkt. Die Lösung lautet also: dem Kernschatten entgegenreisen. Aber warum eigentlich? Warum sollte man sich die Strapazen antun? Was ist denn so berauschend daran, wenn es ein wenig dunkler wird? Nun, eine ganze Menge. Es ist ein Schauspiel, das Sie kaum vergessen werden. Wenn der Mond vor die Sonne tritt und sie nach einer Weile völlig verdunkelt, passiert eine ganze Menge, und so einiges davon könnte man in die Kategorie mythisch oder magisch einsortieren. Obwohl die »Totalitätsphase« also, die Zeit, an dem ein bestimmter Punkt auf der Erdoberfläche im Kernschatten des Mondes ist, nur wenige Minuten dauert, geschieht Erstaunliches:
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Alles, was ein Mann tun muss, Kapitel 16 • Whisky, Gin & Co.

Whisky, Gin & Co. Der Erfindergeist der Menschheit war wohl auf keinem anderen Gebiet so kreativ, wie bei der Suche und Erzeugung neuer prozenthaltiger Getränke. Und zwar überall auf dem Globus, und zu allen Zeiten. Als Folge ist es eine kleine Wissenschaft, all die Branntweine und Liköre, die es gibt, auseinanderzuhalten. Und erst recht: fachgerecht zu vermixen, als Cocktail nämlich. Branntweine lassen sich aus vielem herstellen: Äpfel, Kirschen, Birnen, Trauben, genauso wie aus Zuckerrüben, Reis und Kartoffeln, Gerstenmalz, Roggen oder Weizen. Den Bewohnern der britischen Inseln scheint es in früheren Zeiten bei Regenwetter ohne TV und Internet oft langweilig gewesen zu sein, denn ihnen verdanken wir zwei Klassiker: Der eine ist ein Getreidebranntwein, der andere beruht auf einem Destillat der Wacholderbeere. Die Rede ist - Sie wissen es hoffentlich schon - von Whisky und Gin. Zwei weitere Klassiker sind Wodka und Rum. Diese vier geradlinigen und ehrlichen Spirituosen lassen sich pur (bzw. auf Eis) genießen. Wenn Sie schon einmal in Moskau waren, wissen Sie es: Wodka trinkt man wie Wasser in Wassergläsern weg. Und Paul Newman als »Brick« in »Die Katze auf dem heißen Blechdach« hatte ebenfalls keine Zeit, sich Cocktails zu mixen. Da war nur Whisky pur, sonst nichts.
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Alles, was ein Mann tun muss, Kapitel 8 • Richtig Rasieren

Dass Frauen ihre Zeit problemlos vor dem Badezimmerspiegel totschlagen können, wissen wir. Die Meditation und Ruhe, in die sie fast automatisch beim Kämmen und Augenbrauenzupfen verfallen, ist bewundernswert. Wir Männer sollten uns manchmal von dieser Muße eine Scheibe abschneiden: beim Rasieren nämlich. -- Nichts ist schlimmer als eine hektische Rasur. Und nichts ist schlechter für die männliche Gesichtshaut. Denn die feinen Mikroverletzungen, die wir der Haut mit hektischer Hand zufügen, lassen sie schneller altern und austrocknen. Nun sagt man aber doch, dass Männer zur Schönheit hin reifen und mit dem Alter oft besser aussehen. Das stimmt. Aber es reicht doch, wenn Sie mit 80 wie 60 aussehen, oder? Also: Tempo raus beim Rasieren. In der Ruhe liegt die Kraft.
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Pirelli Kalender 2010 – Neue Auflage des schönsten Datumsanzeigers aller Zeiten

Dass der "Pirelli-Kalender des Jahres 2009" schwer zu toppen sein wird, ahnte man bei Pirelli, dem italienischen Reifenhersteller und Erfinder des schönsten Datumsanzeigers aller Zeiten. Darum lies man es diesmal, für die Produktion des heißen Wandbehangs gleich etwas ruhiger angehen. Auch in tropischer Kulisse zwar, und auch mit diversem Getier, aber gegen das Elefanten-Shootig von 2008 (damals Fotograf: Peter Beard) doch ein bisschen harmlos wirkend. Trotzdem: ein Hingucker allemal, der genau heute (19. November 09) in London wie üblich mit einem ziemlichen Brimborium der hechelnden Weltpresse vorgestellt wird. Das begehrte Sammlerstück ist übrigens unverkäuflich. Er wird nur an Freunde und Kunden des italienischen Reifenherstellers verschenkt. Die Auflage ist geheim, man schätzt, es sind etwa 35 000 Stück. Ältere Kalender, zum Beipiel der "erste Pirelli-Kalender von 1964", sind bei Sammlern sehr gefragt und bringen zum Teil viele Tausend Euro.
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In dubio pro salutate

Es ist schon ein wenig merkwürdig: Zuerst will man alle Deutschen zur Schweinegrippe-Impfung peitschen, aber sie wollen nicht so recht. Dann haben die Panikmeldungen endlich ihr Ziel erreicht und die Bürger überrennen ihre Ärzte mit der Bitte nach einem Impftermin. Und nun zeigt sich: Es gibt gar nicht genug Impfstoff. Laut Hersteller Glaxo SmithKline (braut Pandemrix), wird es bis zum Februar oder März dauern, bis die versprochene (und bezahlte) Menge zur Verfügung steht. Die Frage ist nur: Braucht man die Impfung dann überhaupt noch? So wie es scheint, durchzieht das Virus schleichend aber unaufhaltsam die ganze Bevölkerung. Und damit passiert eine "natürliche Impfung" mittels Duchmachen der Krankheit. Was aber geschieht, wenn einmal ein wirklich gefährlicher Erreger sein Unwesen treibt? Verweisen die Pharmafirmen dann auf das "Survival of the fittest"?. Und sagen: Jetzt impfen wir halt die Übriggebliebenen, obwohl die es gar nicht mehr brauchen [...]
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