Just like a Woman (Film, 2012) | Trailer

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Über das Phänomen der Piraterie

Alexandre O. Exquemelin, The Buccaneers of America, Cover(armin fischer/t&t)
Eine ganz normale Meldung vom heutigen Tag: Rom. Vor der Küste Nigerias ist ein unter italienischer Fahne fahrender Tanker von Piraten überfallen worden. Wie die italienische Küstenwache am Dienstag weiter mitteilte, raubten die Angreifer die Besatzung aus und nahmen dann drei philippinische Crewmitglieder als Geiseln mit an Land. Über das Schicksal der Entführten sei nichts bekannt, hieß es weiter. Drei Italiener, darunter der Kapitän, und 16 weitere Philippiner seien an Bord zurückgelassen worden. (RP-Online, 12. Januar 2011)

Das Jahr 2010 sah nicht nur den Kachelmann Prozess, sondern auch noch einige weitere spektakuläre Gerichtsverfahren. (Hier die Liste der spektakulärsten Prozesse 2010). Am bemerkenswertesten aber: Zum ersten Mal seit Hunderten von Jahren gab es wieder Prozesse gegen Piraten. Einer fand im US Bundesstaat Virginia statt, der andere in Hamburg. Angeklagt waren somalische Seeräuber, die vor der Küste ihres Landes Containerfrachter kapern und ausrauben. Hierzulande war es der erste Piratenprozess seit dem ausgehenden Mittelalter. Zehn somalische Piraten hatten am 5. April 2010, Ostermontag, den deutschen Containerfrachter »MV Taipan« rund 500 Seemeilen vor der Küste ihres Heimatlandes angegriffen und geentert. Mehr lesen »

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Mikrotypographie in Online-Texten | Was eine gute Website auszeichnet

(armin fischer/t&t)
Woran erkennt man ein gutes Buch?, fragte ich neulich Judith Schalansky, die Autorin des schönen ‘Atlas der abgelegenen Inseln’. An der Angemessenheit der Form, sagte sie, und an der Sorgfalt im Detail, gerade was die Typografie angeht. An den kleinen Dingen, an der Mikrotypografie.
   
Was für Bücher gilt, gilt für Websites nicht minder. Auch hier erkennt man eine gute Seite einerseits am Gesamtbild, an der Übersichtlichkeit und der Stimmigkeit, andererseits an den Feinheiten. Die verwendete Schrift, Schriftgröße, Zeilenabstand, und schließlich die ganz kleinen Dinge: die Art der Anführungszeichen, die Sorgfalt in der Verwendung von Bindestrichen (Trennstrich, n-dash, m-dash), die richtigen Apostrophe, undsoweiter.
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Was ist ein Bestseller?

(t&t)
Auf jeden Fall ein Wort, das sehr gut klingt. Das nach Reichtum, Ruhm und Vergnügen schmeckt. Ist das so, oder trifft das nur auf wenige Ausnahmen zu, wie etwa auf den populären Frank Schätzing (‘Der Schwarm’, ‘Limit’), der nach eigener Aussage sowieso „immer ein Popstar sein wollte“? Tatsächlich versucht die Literaturwissenschaft dem Phänomen Bestseller schon seit langem auf die Schliche zu kommen, mit zum Teil erstaunlichen Ergebnissen: Ein Bestseller kann ein ganz und gar wechselhaftes Geschöpf sein, temporär erfolgreich, dann wieder vergessen. Ausserdem ein reines Werbe-Label, eine Chimäre, hinter der gar nicht soviel Auflage steckt. Ein Bestseller ist natürlich besser als ein Buch, von dem gar nicht gesprochen wird, aber die wahren Helden unter den Büchern sind die Longseller, so wie die ‘Bibel’, ‘Vom Winde verweht’, ‘Die Leiden des jungen Werther’, ‘Max und Moritz’ oder die Schriften des Marc Aurel (geboren im Jahre 121 in Rom). Diese wilde Mischung zeigt nebenbei, dass Longseller absolut genreübergreifend sind. Mehr lesen »

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Das Paradies ist eine Insel. Die Hölle auch | Ein gar nicht aktueller Beitrag zur Frankfurter Buchmesse

(armin fischer/t&t)
5. Oktober, abends: Die Frankfurter Buchmesse wird wieder einmal mit großem Tamtam eröffnet. Sie wird auch dieses Jahr vor allem demonstrieren: Das Buch ist nicht tot, das Buch ist mächtig, das Buch ist ein unauslöschliches Stück Kultur. Das stimmt alles, ein wenig verschwiegen wird dabei aber, dass ein Großteil der Neuerscheinungen billige Fast-Food-Produktionen sind, schlechtes Papier, Pappeinband, lieblose Aufmachung – denn die Verlage kalkulieren knapp. Und die Entwicklung geht natürlich Richtung eBook, denn dort hat man irgendwann, wenn die Systeme und die Software richtig eingependelt sind, Herstellungskosten von Null.

Als Kontrapunkt darum nun die Vorstellung eines ‘echten’ Buches, das kein virtueller Schnickschnack ist, sondern zuerst einmal ein haptisches Vergnügen bereitet, wenn man es anfasst: Der 2009 im mare-Verlag erschienene ‘Atlas der abgelegenen Inseln’ von Judith Schalansky, den es seit wenigen Tagen nun auch in der englischen und französischen Übersetzung gibt. Dazu weiter unten, ein Interview mit der Autorin.

Wiewohl, es ist kein Atlas für den Geographieunterricht, den Judith Schalansky hier vorgelegt hat, sondern ein Atlas zur Erkundung der Träume, der Phantasie und der verborgenen Schatzkarten des eigenen Geistes. 50 Inseln nimmt sie sich vor, verstreut über die ewige Meeresfläche des Globus, eine ganz subjektive Auswahl der Skurrilitäten, Kalamitäten, Brutalitäten und sonstiger (Süd-)See-Episoden. Allen gemeinsam ist, wie schon der Untertitel des Buches ankündigt: „Fünfzig Inseln, auf denen ich nie war und auch niemals sein werde.“ Und, wie Judith Schalansky später im Interview bekennt: Auch niemals sein will. Mehr lesen »

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Offener Brief der Justizpressekonferenz an das Oberlandesgericht München | Download

An das Oberlandesgericht München

Herrn Vors. Richter am OLG Manfred Götzl
über den Präsidenten des Oberlandesgerichts München Herrn Dr. Karl Huber

Sehr geehrter Herr Götzl,

selbstverständlich verfolgen wir Journalistinnen und Journalisten von der Justizpressekonferenz Karlsruhe e.V. – im wesentlichen Volljuristen – die lang anhaltende Diskussion um die Sitzplätze im anstehenden NSU-Prozess. Mehrere unserer Mitglieder werden diesen Prozess in Ihrem Haus beobachten und sind auch schon akkreditiert.

Es gibt in unserem Kreis eine große Erfahrung über den Umgang mit der Presse in vielbeachteten Prozessen. Denn unsere Vereinigung besteht vorrangig aus Journalisten, die hauptberuflich über die Justiz berichten; dabei sind alle wesentlichen überregionalen Medien vertreten (www.justizpressekonferenz.de).

Wir sind uns natürlich bewusst, dass Ihr Gericht schon im Vorfeld des NSU-Verfahrens schwierigste Aufgaben bewältigen muss. Trotzdem bleibt ein grundlegendes Unverständnis, warum kein differenzierendes Auswahlverfahren bei der Vergabe der Presseplätze praktiziert wurde. Bekanntlich hat z.B. das LG Mannheim im »Kachelmann«-Verfahren, das ebenfalls im In- und Ausland große mediale Beachtung fand, von vorneherein Sitzplätze für Schweizer Kollegen reserviert. Angesichts der Besonderheiten des Verfahrens wäre solch eine Differenzierung hier, insbesondere mit Blick auf die türkisch-sprachigen Medien, dringend notwendig gewesen. Sie kennen sicher die Verfassungsgerichtsentscheidung 1 BvR 1932/02, in der ausdrücklich erwähnt wurde, dass bei bestimmten Prozessen eine Differenzierung verfassungsrechtlich zulässig und zugleich geboten ist. Mehr lesen »

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Beyoncé Super Bowl Halftime Show 2013 | YouTube Video

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Ein #Aufschrei geht durch die Internet-Foren der Republik

(t&t)
Ein #Aufschrei geht durch die Internet-Foren der Republik. Aber nicht ein Aufschrei wegen sexueller Belästigung, sondern weil man Alice Schwarzer schon wieder zu einer Talkshow eingeladen hat – diesmal bei Günther Jauch Sonntag abends. Die Frage ist: Warum überlässt man einer Dinosaurier-Emanze, die sich als Lohnschreiberin bei der Bildzeitung verdingt, die Deutungshoheit über den Stammtischen des Geschlechterkampfes? Mehr lesen »

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Ai Weiwei’s Weihnachts-Screensaver | Hier downloaden

Ai Weiwei dazu: »Posters of the Door Gods are traditionally placed at the entrance to every Chinese ­family’s home to protect them from evil spirits. This includes ­details from art works I have made, such as Sunflower Seeds and ­Watermelon; and internet ­memes such as Caonima [the red-nosed llamas in the foreground, and the title of Ai’s Gangnam Style parody]. The caonimas represent the spirit of defiance against internet censorship in China. Each Chinese New Year, I ­create a different poster of the gods for ­netizens to download and post on their doors. I would like to share this with Guardian readers.« Quelle: The Guardian, www.guardian.co.uk

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Video: Die bayerische Justizministerin Beate Merk zum »Fall Mollath«

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Streamlife Registrierungs ID – Hier gibt es sie | Das Streamlife-Softwarepaket mit Humanpage hier kostenlos downloaden

** Advertorial **

Die Streamlife AG in Potsdam bietet sehr interessante Kommunikationslösungen für im Internet aktive Firmen (und das sind ja inzwischen fast alle), ebenso wie für individuelle eWorker. Humanpage heißt eine ziemlich clevere Software-Idee, die es Firmen – und prinzipiell jedem Websitebetreiber – ermöglicht, Besucher der Website individuell und direkt anzusprechen. Mehr lesen »

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.uk – »Nominet« plant kürzere Domainendung

Nominet, die Vergabestelle der Landesendung .uk, plant die Vergabe von Domains an Unternehmen direkt unter der Endung .uk und bittet die Netzgemeinde um Kommentare. Bisher war es nur möglich, eine so genannte Third-Level-Domain zu beantragen, also beispielsweise domainname.co.uk oder domainname.org.uk. Neben diesen beiden Endungen gibt es noch viele weitere.

via .uk – NOMINET plant kürzere Domainendung – united-domains Blog.

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Boll – Gacina | YouTube

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Fünf Gründe, warum der Jauch-Kachelmann-Talk so schlecht war

(fi/t&t)
Vor gefühlten hundert Jahren war ich Teilnehmer eines Seminars an der Münchner LMU im Studiengang Journalistik, und der erfolgreiche Jungspund, der das Seminar leitete, war Günther Jauch. Vor dem Unigebäude, gleich vorm Schaufenster des Beerdigungsinstituts »Pietät«, hatte er seinen schwarzen kleinen Fiat Uno geparkt, was zu seinem netten und bescheidenen Auftreten gut passte. (Während ich, der Student, meine Alfa Romeo Giulia ein paar Meter weiter abgestellt hatte, tss, tss, tss.)

Aus alter Sympathie für meinen netten, gar nicht schnöseligen Dozenten, will ich jetzt gar nicht mit einer gemeinen Rezension die sonntägliche Talkshow mit Kachelmann zerreissen, sondern erlaube mir eine nüchterne Analyse.

Die Talkshow war aus folgenden Gründen so überaus schlecht:

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Kachelmann | Jauch | YouTube

Aktueller Artikel:
Fünf Gründe, warum der Jauch-Kachelmann-Talk so schlecht war


 
Statement von ARD-Chefredakteur Thomas Baumann zur Sendung: »Wir werden daraus keine Lehren ziehen!«
»Dazu kann man nur sagen, dass sich die Jauch-Produktionsfirma und der ARD-Chefredakteur (...) genauso arrogant und borniert verhalten, wie die Mannheimer Staatsanwaltschaft und das Mannheimer Gericht.« (Zitat aus dem Forum von Spiegel Online)
Genauso ist es.

Frühere Artikel zum Thema:
www.textundtext.de/2010/10/kachelmann-so-einige-rufen-im-geiste-schwanz-ab/
 
www.textundtext.de/2010/10/elf-jahre-einvernehmlicher-sex-und-dann-vergewaltigung-das-geht-nur-mit-dem-soziopathen-von-nebenan/

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Der Sprung: [before: LiveStream] Felix Baumgartner

Und hier zur Live-Übertragung bei ServusTV

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Was Kurt Beck unter »Bürgerbeteiligung« versteht: »Maul halten!«

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»Ganz Paris träumt vom Getriebe«

Diese denkwürdige Headline kreierte die Münchner tz anlässlich des Pariser Autosalons (29. September – 14. Oktober) – und straft damit all jene Lügen, die behaupten, Motorjournalisten könnten keine Poeten sein.

Auch die Bildauswahl ist gelungen: Shooting-Star Lana Del Rey  (»Video Games)« mit dem neuen Jaguar F-Type.


—>> Zum tz Artikel
—>> Alle Jaguar/Del Rey Fotos unten Mehr lesen »

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Koppelin: Wulffs Verfehlungen sind Privatsache

FDP-Politiker Jürgen Koppelin (66), Mitglied des Haushaltsausschusses des Bundestages, sagte bei der Phoenix-Talkrunde zur Wulff-Verabschiedung am Donnerstagabend (8. März), es sei eindeutig geklärt, dass die Anwaltskosten, die in den letzten Wochen bei Herrn Wulff aufgelaufen sind, nicht vom Steuerzahler übernommen würden. Dies sei eindeutig eine private Sache.

Umso unverständlicher ist es, dass der Rücktritt von Herrn Wulff, nachdem er sich also wochenlang durch einen eigenen Anwalt in privater Sache vertreten ließ, dann plötzlich aus politischen Gründen erfolgt sein soll.
Eine Wertung, die das Bundespräsidialamt vornahm und die vom Haushaltsausschuss, dem Herr Koppelin angehört, bestätigt wurde.

Nach den Vorgängen um Christian Wulff, der wegen Korruptionsverdacht ins Blickfeld der Öffentlichkeit und der Staatsanwaltschaft geraten ist, wäre es für die Parteien angezeigt gewesen, bei Wulffs Versorgungsregelung mit äusserster Korrektheit vorzugehen und sich an Recht und Gesetz halten. Stattdessen wurde die »Ehrensold«-Zahlung (von allen Parteien) in einer Art und Weise durchgedrückt, die selbst nach Mauschelei und Vetternwirtschaft riecht.

Zu hoffen ist, dass die Strafanzeigen, die inzwischen in der Sache bei der Staatsanwaltschaft eingegangen sind, ernsthaft geprüft werden und erfolgreich sind.

Cleanstate-Strafanzeige gegen Dr. Lothar Hagebölling
Strafanzeige und Strafantrag von LifeGen

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