Tag-Archiv: Gerrit van Aaken

Mikrotypographie in Online-Texten | Was eine gute Website auszeichnet

Woran erkennt man ein gutes Buch, fragte ich neulich Judith Schalansky, die Autorin des schönen 'Atlas der abgelegenen Inseln'. An der Angemessenheit der Form, sagte sie, und an der Sorgfalt im Detail, gerade was die Typografie angeht. An den kleinen Dingen, an der Mikrotypografie. Was für Bücher gilt, gilt für Websites nicht minder. Auch hier erkennt man eine gute Seite einerseits am Gesamtbild, an der Übersichtlichkeit und der Stimmigkeit, andererseits an den Feinheiten. Die verwendete Schrift, Schriftgröße, Zeilenabstand, und schließlich die ganz kleinen Dinge: die Art der Anführungszeichen, die Sorgfalt in der Verwendung von Bindestrichen (Trennstrich, n-dash, m-dash), die richtigen Apostrophe, undsoweiter. Es gibt wenige Webdesigner, die sich darüber Gedanken machen. Einer aber, den ich zu den besten zähle, mit denen ich schon einmal zu tun hatte, tut es: Gerrit van Aaken. Immer wieder schreibt er auf seiner Homepage wertvolle Essays, die anpruchsvollen Webworkern enorm nützliche Tipps geben. So auch dieses: Ein (Sonder-) Zeichen setzen: »Ein tiefer Griff in die typografische Regelkiste fördert zutage, was im Web fast alle falsch machen: Die Sonderzeichen. Was es mit Anführungszeichen, Gedankenstrichen und Apostrophen auf sich hat, kann der geneigte Leser hier studieren und später anwenden.« Wohlwissend, dass auch auf meiner Website textundtext.de nach der Umstellung auf Wordpress (vorher Movable Type) typographisch (und auch sonst) so allerhand durcheinander geraten ist, nehme ich die Anmerkungen dankbar zur Kenntnis, insbesondere die Ausführungen über die Anführungen [...]
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re:publica 2009 – Das ganze Leben ist ein blog | Plus: Die sieben Todsünden im Blogdesign

Was haben die Weltfirma IBM der Obdachlose Simon P. (36) gemeinsam?** Na klar, sie betreiben beide einen blog. Die eine mit Hilfe eines ganzen Stabs von IT-Experten, der andere - in seinen "solideren" Phasen - von einem Internet-Café aus. Ohne blog, so scheint es, können beide nicht mehr. Und erst recht nicht die große Masse der blogger dazwischen, die sich jetzt als selbst auserkorene Online-Elite zur Internet-Konferenz "re:publica" in Berlin traf. - Dabei können blogs ganz schön nerven, vor allem wenn sie als selbstgebastelte Meinungsmaschinen bei der Online-Suche immer dann aufpoppen, wenn man grade vernünftige, sprich solide, verifizierbare Informationen sucht. - Kategorien, das sind nichts weiter als die guten alten, aus der Tageszeitung bekannten "Rubriken", und bei mir hießen sie auch mal so. Dann musste ich sie, damit die guten alten blogger sich nicht verirren, zurückbenennen in "Kategorien" (siehe links unten). Die Kommantare heißen bei mir in guter Journalistentradition "Leserbriefe" - Und siehe da, das geht auch. Denn auch das, was Sie hier lesen, ist ein blog, was sonst!
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