MEHR VOM AUTOR:
» Alles, was ein MANN tun muss
» FRAUEN entschlüsseln
» FRAUEN verführen
» Armin Fischer als Experte auf dem
» neu.de herzklopfen-blog__________________
Kategorien
- Aktuelles (81)
- Kommentare (19)
- Gesundheit & Sex (15)
- Bindung & Beziehung (7)
- Die Balance finden (2)
- Verführung & Sex (4)
- Reisen & Meer (28)
- Bali (10)
- Reisereportagen (6)
- Reisevorbereitungen (3)
- Samoa (3)
- Sydney (1)
- Wellen & Surf (4)
- Trends & Talente (52)
- Alles, was ein Mann … (5)
- Internet und so (15)
- Lifestyle (14)
- Talente (16)
- Übers Schreiben (12)
- z) Text-Archiv (12)
- Aktuelles (81)
__________________
Auch lesen:
Elf Jahre einvernehmlicher Sex, und dann Vergewaltigung | Das geht nur mit dem Soziopathen von nebenan
By autor on Oktober 27, 2010
Das Buch ‘Der Soziopath von nebenan’ von Martha Stout ist zur Zeit bei amazon und den meisten anderen Online-Buchhändlern ausverkauft. Die prominenteste Unbekannte des Landes, das mutmaßliche Kachelmann-Opfer Simone W./Sabine W. (so die von vielen Medien benutzten Tarnnamen) hielt sich dieses Buch neulich bei der Autofahrt ins Gericht schützend vor das Gesicht, um nicht fotografiert zu werden. Aufgeklappt und bestens sichtbar. In Ermangelung anderer Fakten thematisierten sofort alle Medien das Buch. Der beste PR-Effekt, der dem Wiener Springer Verlag hatte passieren können. Die Zukunft sieht nun so aus: Presseabteilungen von Buchverlagen bestücken aufmerksamkeitsträchtige Angeklagte regelmäßig mit ihren neuesten Publikationen, zur medienwirksamen Beschirmung. Ja, vielleicht werden sogar Buchtitel speziell für diesen Zweck auf den Markt gebracht: ‘Die Fahrt ins Gericht’ wäre ein schöner Titel. – Doch Spaß beiseite. [...]
Posted in Aktuelles, Bindung & Beziehung, Gesundheit & Sex, Kommentare | Tagged Chat-Protokolle, Claudia, Justiz, Kachelmann, Sabine W., Sex-eMails, Simone W., Soziopath, Vergewaltigung, Viola | Leave a response
Er sagte: „Sex ist eine Naturkraft“ | Bye Bye Oswalt Kolle!
By autor on Oktober 1, 2010
Wenn man heute junge Leute fragt, wer Oswalt Kolle war, können die meisten mit diesem Namen nichts anfangen. Aufgeklärt wird heute durch die neueste iPod-App, durch Internet-Seiten, sexistische Rapper-Texte und den Schulhof … Diejenigen, die sich noch an Kolle erinnern, assoziieren mit ihm etwas altbackene, manchmal moralinsaure schwarz-weiß Aufklärungsfilme, in denen ein seriöser Sprecher aus dem Off den Sex und die Liebe erklärt. Heute mag das so scheinen, für diejenigen, die sich noch nie richtig mit dem Thema beschäftigt haben. In Wirklichkeit war es ganz anders. [...]
Posted in Aktuelles, Gesundheit & Sex | Tagged Aufklärer, Aufklärung, Oswalt Kolle, Sex | Leave a response
Hat uns die Emanzipation ins Elend geführt? Verblöden wir und sterben aus? Lesen und staunen.
By autor on Mai 31, 2010
Kürzlich gab ich ein Interview, das später mit der Überschrift ‘Die Gleichmacherei der Emanzipationsbewegung war Murks’ erschien – und dabei bei manchen ‘modernen’ Frauen in meinem Bekanntenkreis Naserümpfen auslöste. Sicher, die Aussage ist arg plakativ. Natürlich hatte die Emanzipation auch viele positive Effekte. Unsere ganze Gesellschaft, wie wir sie kennen, ist inzwischen darauf gegründet. Das politisch (emanzipatorisch) Korrekte ist heute der Gesellschaft unter die Haut gepflanzt. [...]
Posted in Bindung & Beziehung, Gesundheit & Sex | Tagged Emanzipation, Gleichmacherei, Peter Mersch | Leave a response
Wer bin ich, und wenn ja, was lese ich über die Liebe?
By autor on September 14, 2009
Wer sich mit der Liebe und ihren komplexen Nebenphänomenen beschäftigt, kommt zur Zeit an einem Buch kaum vorbei: Richard David Prechts Bestseller „Liebe – ein unordentliches Gefühl”. Also landete das Liebes-Epos schließlich auch auf meinem Schreibtisch. Und beim Lesen stellte sich dann bei mir tatsächlich ein verwirrendes, unordentliches Gefühl ein. Allerdings nicht so, wie es der Buchtitel meint. Erst nach der Lektüre eines weit besseren Buches eines anderen Autors wurde mir klar, warum: Prechts Buch ist wie ein aus Hecken geschnittenes Labyrinth mit Verwirr-Garantie: Gelegentlich sieht man den Kopf des Autors an einer Stelle herausragen und er ruft: „Hier ist die Wahrheit”. Kämpft man sich dann mühsam zu dem Punkt vor, hat sich Precht schon wieder aus dem Staub gemacht, reckt den Kopf anderswo übers Gestrüpp und ruft: „Ätsch, war nicht so gemeint. Hier ist die Wahrheit.” So gehts fort und fort und man wird vom Autor durchs Buch gelockt und getrieben, von einer Schein-Erkenntnis zur nächsten. [...]
Posted in Aktuelles, Bindung & Beziehung, Gesundheit & Sex, Lifestyle | Tagged Armin Fischer, Bücher über die Liebe, Christian Schuldt, Der Code des Herzens, Liebescodes, Niklas Luhmann, Osho, Richard David Precht | Leave a response
Flirt-Wissen | Der Liebesbrief – durch keine Email zu ersetzen
By autor on September 14, 2009
Ja, ich weiß, ich befinde mich hier auf einer Website, die in der virtuellen Welt verankert ist. Von gesichtslosen Servern gehostet, von undurchschaubaren Stromkreisen gepowert. Gerade deshalb aber will ich an ein Stück Liebeskultur erinnern, das ohne Touchpad, Smartphone und Email funktioniert: Der Liebesbrief. Ein Liebesbrief ist, im gelungenen Fall, eine literarische Kunstform. Die Besonderheit: er wendet sich üblicherweise nur an einen einzigen Menschen. Dennoch kann mehr Gefühl drinstecken, als in einem 1000-Seiten-Roman, der auf der Bestsellerliste steht. Und das wirft die Angebetete (oder den Begehrten) einfach um. Das war zu Zeiten des ersten Liebesbrief-Ghostwriters Cyrano de Bergerac nicht anders, als heute. Liebesbriefe schienen vor 15 Jahren fast ausgestorben zu sein, heute erleben sie aber tatsächlich als Gegenbewegung zur Häppchen- und Schnipsel-Kommunikation per SMS eine Renaissance. Im Internet finden Sie neuerdings haufenweise Ghostwriting-Agenturen, die Ihre Dienste als professionelle Liebesbrief-Schreiber anbieten. Und sogar kostenlose „Liebesbrief-Generatoren”, die nach Eingabe einiger Kerninformationen auf Knopfdruck Standard-Liebesbriefe auswerfen, gibt es.
Posted in Gesundheit & Sex, Lifestyle, Verführung & Sex | Tagged Cyrano de Bergerac, Liebesbrief, Liebesbrief-Generator, Liebesbriefe | Leave a response
______________________________________________
______________________________________________
______________________________________________
Schlagwörter
'Alles was ein Mann tun muss' Angela Merkel Anne Will Armin Fischer Atomkraft Australien Bali Bestseller BILD Cornelia Patzlsperger Dieter Bohlen DSDS Emanzipation Emotionale Sicherheit Foto des Monats Franz Josef Wagner Funda Funda Vanroy Geld google Handbuch für den kultivierten Macho Harfe Internet Inzest Istanbul Jörg Kretschmer Legian-Beach Liebe Medien Monogamie neu.de Obama Osterinsel Samoa San Francisco Sex Sklavenhandel Surfboard Surfen Sydney Tim Kretschmer Welle Wellen Wellen-Grundlagen WellenreitenKategorien
____________________________________________
-
-
____________________________________________
-










Das sich selbst reproduzierende Web
(armin fischer/t&t)
Woche des Internets: Das Babyface von facebook, Mark Zuckerberg (26 & Big Boss) verpasste seinem milliardenschweren Baby ein neues Outfit, und Tageszeitungen landauf, landab berichten andächtig darüber, hier ein Beispiel aus der abendzeitung. Einen Tag später: Die Tagesschau höchstselbst schenkt google Sendeplatz zur besten Zeit für eine Produktpräsentation: der Dienst buzz wird lang und breit vorgestellt.
Es ist irgendwie symptomatisch für die Haltung der ‘etablierten’ Medien den neuen, hippen und schnellen gegenüber: Einerseits starrt man andächtig darauf und bläst jedes Husten zu einer Medien-Sensation auf (ich erinnere an die Twitter-Hörigkeit vieler Journalisten zu Beginn des Dienstes). Andererseits aber ist man sauertöpfisch-skeptisch und schaut als ‘seriöser’ Journalist naserümpfend auf das Millionenheer der schlampigen Blogger herunter. Auf jeden Fall ist die Verunsicherung groß. Kein Wunder. Quo Vadis Medienlandschaft? Niemand weiß es.
Sicher ist: Wir sind (fast) im Online-Wonderland angekommen, das Internet verschlingt uns mit Genuss, so etwa, wie die Maschinen hinter John Connor her sind. Ich scherze nicht: Der weltweite Energieverbrauch des Web liegt heute bei rund 200 Milliarden Kilowattstunden, das sind schon rund 1,3 Prozent der weltweiten Stromerzeugung, und das alleine für den Betrieb der Infrastruktur des Netzes. Tendenz rasant steigend. Nicht mitgerechnet sind dabei die Geräte der Endverbraucher.
Es gibt heute weltweit geschätzte 110 Millionen domains, rund 250 Millionen komplette Websites, und hunderte Milliarden von Einzelseiten. 1995, als der Internet-Dienstleister Netcraft zu zählen begann, waren es gerade einmal 18.957 Sites. Die weltweite Online-Community hat sich innerhalb der letzten fünf Jahre verdoppelt. Etwa jeder fünfte Erdenbürger ist online. Voraussichtlich Ende des Jahres wird die Grenze von 1,5 Milliarden Online-Junkies überschritten. Gleichzeitig haben alleine in den USA in den letzten beiden Jahren hundert Tageszeitungen dicht gemacht. Und die Auflage aller deutschen Zeitungen zusammen ging in zehn Jahren um etwa ein Viertel zurück.
Und wir? Vernetzen uns, bookmarken und facebooken, twittern und tumblrn ad infinitum. Alles schön. Allerdings merken wir nicht, dass das Netz langsam die Macht übernimmt: Es instrumentalisiert uns, macht uns zu Posting-Maschinen. Updaten, am Laufen halten, aktuell sein. Re-posten! Twittern! Bookmarken! Das Netz reproduziert sich selbst, der Einzelne aber wird erschlagen, die Kreativität bleibt auf der Strecke, und man wünscht sich, weder Handy noch E-Mail-Anschluss zu haben (wie die wahren Geistesgrößen).
Und die Posting- und Sharing-Kultur des Internets treibt Blüten:
Helene Hegemann, gehypte Jung- und Kultautorin hat einen Teil ihres hochgelobten ‘Werks’ Axolotl Roadkill quasi aus Versehen aus dem Internet abgeschrieben. Das etablierte Feuilleton hat´s nicht gemerkt und die Autorin zu einer wahren Heilsbringerin hochgeschrieben, zur ‘neuen radikale Stimme der Literatur’, bis das kleine Plagiat aufflog. Die Jungautorin äußerte sich recht süffisant dazu, Copy & Paste sei doch heute alltäglich. Und die Leiterin der Ullstein Buchverlage sagte, man nehme die Sache sehr ernst, verwies aber auch auf die ‘Sharing’-Kultur des Internets mit der die Autorin nun mal aufgewachsen sei.
Die Sache kann man der erst 17jährigen Hegemann am allerwenigsten vorwerfen. Vielmehr dem Lektorat und schließlich den überschlauen Feuilletonisten, die, genau wie Hegemann, abgeschrieben haben: einer vom anderen nämlich. Ohne das Buch wirklich kritisch unter die Lupe zu nehmen. Aufgesessen sind sie alle zusammen vermutlich dem geschickt eingefädelten und lukrativen Coup von Hegemanns medienerprobtem Paps, Autor und Professor für Dramaturgie in Leipzig, der das Ganze nun auch noch zu einem Seminar über Manipulation und unabhängiges Denken verarbeiten kann.
Soweit der kleine Exkurs in die reale Welt der gedruckten Medien, der aber auch zeigt, wie beide immer weiter verschmelzen. Übrigens, aufgedeckt wurde das Plagiat nicht von den ‘etablierten Medien’, sondern von einem engagierten Blogger. Und plötzlich verkehrten sich die Verhältnisse: Die geleimten Feuilleton-Redakteure posaunten nun, um ihr Ersturteil zu rechtfertigen: Kopieren ist doch gar nicht so schlimm, gehört heutzutage dazu. Während in vielen blogs über Hegemanns Tricksereien abgelästert wird.
Gibt es ein Fazit? Ja, die Form des Mediums, ob elektronisch oder Papier, ist egal. Auch der Status ist egal, ob ‘etablierter Journalist’ oder Blogger, egal. Was zählt ist: Selbstdenken, das gilt für Autoren, Journalisten und Blogger. Und gelegentlich den Ausschaltknopf des Computers finden, und sich auf ein weißes, unbeschriebenes Blatt Papier einlassen – sofern man zu den Schreibenden gehört.
Teilen Facebook