Bewusstseins-Entstehung aus der Sicht einer Künstlichen Intelligenz

ajf:
Was ist die Free Energy Theory of Consciousness?

gpt:
Die Free Energy Theory of Consciousness  – oder genauer: das Free Energy Principle (FEP) – stammt vom Neurowissenschaftler Karl Friston (geb. 1959, University College London). Sie ist ein mathematisch formuliertes Rahmenmodell für das Funktionieren biologischer Systeme – inklusive Bewusstsein.
Kurz gesagt: Ein Gehirn (oder jedes selbstorganisierte System) versucht permanent, den Unterschied zwischen seinen Erwartungen und den tatsächlichen sensorischen Eingaben zu minimieren. Diese Differenz nennt Friston »freie Energie«.

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Turing Test Revisited

Thema-Suizid(ajf) KANN EINE MASCHINE DENKEN?
Fest steht, dass eine Maschine kein Mensch ist und also auch nicht genau so denken kann. Daher stellt Turing eine pragmatischere Frage: Kann eine Maschine in einen Dialog treten und Antworten liefern, die von denen eines Menschen nicht zu unterscheiden sind? (›The Imitation Game‹, heute als ›Turing-Test‹ bekannt). Nicht um das ›Denken‹ im metaphysischen, philosophischen Sinn geht es hier also, sondern um beobachtbares Verhalten.

Diese Frage kann man heute klar mit ›Ja‹ beantworten. ChatGPT und ähnliche Modelle bestehen den Turing-Test mit Leichtigkeit. Doch das überzeugt Kritiker des Konzepts der Künstlichen Intelligenz nicht, wofür sie durchaus gute Argumente vorbringen können. Heute lautet die essentielle Frage: Kann eine Maschine Bewusstsein haben? – Dies scheint eine sehr viel höhere Hürde zu sein.

Doch wissen wir überhaupt, wie sich Bewusstsein im Menschen konstituiert? Nein, wir haben keine Ahnung, wir spekulieren nur darüber. Wie aber können wir Maschinen ein potenzielles Bewusstsein absprechen, wenn wir nicht einmal erklären können, wie es physiologisch und psychologisch in uns selbst zustande kommt?

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Kalifornische Zizian-Sekte: eine neue Manson-Family?

1. Eine verborgene Welt

(gpt/ajf) Anfang Juli 2025 bringt die Festnahme von Ziz LaSota eine unter dem Radar agierende Internet‑Szene auf die Titelseiten. Jahrelang war die ›Rationalisten‹‑Community ein abgeschlossener Kosmos: Foren, endlose Debatten über Künstliche Intelligenz, über Risiken für die Menschheit, klandestine Treffen in gemieteten Konferenzräumen. Jetzt steht ein Abkömmling dieses Milieus plötzlich im grellen Licht – wegen einer Reihe von Gewalttaten. Ein intellektueller Zirkel zeigt sich nun für Ermittler als Szene mit Blutspur – und eine ihrer schillerndsten Figuren steht plötzlich im Zentrum eines Strafverfahrens.

2. Die Rationalisten – Ursprung

The-Zizians-ImagesDie Bewegung entstand Ende der 2000er‑Jahre in Foren wie LessWrong. Ihr Ziel war fast utopisch: Mit Logik, Wahrscheinlichkeiten und Bayes’schem Denken klarer sehen – und vielleicht die großen Fehler der Menschheit verhindern.

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